Mittwoch, 7. September 2016

Ich kann mich glücklich schätzen,...

... denn es geht mir gut.

Als dieser Gedanke an ein Baby anfing, sah die Situation noch ganz anders aus. Nicht hoffnungslos oder gar schlimm, aber eben auch nicht so gut wie jetzt. Es liegen 4 Jahre zwischen dem ersten Gedanken und dem positiven Test. Fast genau sogar. Als der kleine Patenjunge von meiner Freundin gebohren wurde, war es beim ersten Blick um micht geschehen. Er guckt mich nach der Geburt mit so einer Intensität an. Schwer zu beschreiben.
Dabei war ich einen Tag vorher noch davon überzeugt nie Kinder zu wollen. Das war nicht immer so, aber diese Überzeugung begleitete mich eine sehr lange Zeit.

Anfang 20 sah das noch anders aus. Ich wollte ein Kind. Bis 27 sollte es da sein. Mein damaliger Freund meinte allerdings mir sagen zu müssen, dass ich keine gute Mutter sein werde. "Schau dir deine Mutter an, wie soll aus DIR jemals eine gute Mutter werden." Nein, ich trennte mich nicht sofort. Ich blieb und unterlag einer Gehirnwäsche. Irgendwann ging er. Ich stand da. Was folgten waren weitere Männer. Ja schon mehr als einer. Alle samt waren sie ... nicht gut für mich. Dann kam DER Mann.
Ich sage immer, ich hätte ihn überhaupt nicht würdigen können, wenn ich diese anderen Männer nicht kennengelernt hätte.
Aber auch bei ihm kam der Kinderwunsch nicht sofort wieder. Ich sagte ihm sogar gleich am Anfang, dass ich gerne eine Beziehung mit ihm eingehen würde, immerhin wäre er dufte, aber ich keine Kinder möchte. Er musste schlucken. Blieb und wir kauften ein Haus. Ein Haus, dass vielleicht groß genug war für viele Kinder war (Wobei wir dann nochmal über die Raumaufteilung hätten reden müssen), aber so finanziert wurde, dass wir 2 volle Gehälter brauchten. Nein, wir mussten uns dennoch nicht von Brot und Wasser ernähren.
Dann kam der Kinderwunsch. Wir sprachen darüber. Wir fanden Lösungen. Es hätte also schon vor 4 Jahren losgehen können. Ging es aber nicht. Ich wollte erst heiraten. Also wurde geheiratet. Dann wurde bei mir eine Thrombose diagnostiziert, die zwar keine war, aber ich dennoch Medikamente nehmen musste. Auch als ich diese absetzte, mussten wir warten, bis alles aus meinem Körper war. Dann bekam ich einen Job, den ich nicht sofort wieder aufgeben wollte. Der Job entpuppte sich als Kathastrophe und das Thema Baby wurde aufgrund eines gebuchten Urlaubes noch weiter nach hinten geschoben. (Ich bin sehr dankbar, diesen Urlaub gemacht zu haben. Und zwar Unschwanger ;-)- Westküste USA)

Erst als ich den besten Job und die beste Chefin seit langer Zeit bekam, probierten wir es. Zack, schwanger. MiniToffi wußte es. Es wußte, jetzt oder nie. Diese Erwachsenen machen sich zu viel Gedanken. Zu viel hätte wieder dazwischen kommen können. DAS wollte das Mäuschen nicht.

Heute ist es so, dass der Mann 4 Monate zu Hause bleiben kann. Wir müssen nicht jeden Cent umdrehen. Uns geht es gut. Sehr gut. In 4 Jahren ist soviel passiert. Soviel Gutes für das ich sehr dankbar bin.

Danke mein lieber Mann für die letzten 6 Jahre. So viel durfte ich erleben. So sehr durfte ich wachsen. Ich wurde zu einem besseren Menschen durch dich und konnte dennoch ich bleiben. Heute ist unsere weiße Hochzeit bereits 3 Jahre her. Die Zeit rennt, aber ich bleibe mit dir oft genug stehen um das Leben zu genießen. Unser Leben.

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