Freitag, 29. Juli 2016

Das war mein Juli 2016



Insta-Guten-Morgen-Bild


Familienfrühstück. Leider fiel es dieses Jahr oft aus.


Der Mann hat mich auf eine Waffel eingeladen.


Abends ging es auf den Geburtstag der SchwieMu. Ich konnte auf den harten Bänken nicht mehr sitzen.


An dem Tag wollten meine Beine nicht mehr. Sie wurden taub.


Eis :-D


Noch mehr EIS :-D

und Cappuciono...

und frühstücken....


... noch mehr Frühstück. Ok, da wird auch mir langweilig. Aber erlebt habe ich nicht viel.



Wir waren bei einem Familientreffen.


Ich war beim Arzt und als Belohung gab es Eis :-D.



Tja, mein Kreislauf brauchte Cola. Hat dem Baby nicht geschadet.


Geschenkt gab es auch noch etwas bei der FÄ.


Morgenritual.


Na mal kein Eis ;-).



Einsortiert in die Wickelkommode.


Ein Geschenk für den kleinen Mann.


Auf dem Rückweg von ganz lieben Menschen.


Mein Tag bestand aus Kaffebild am Morgen.


Eisbild am Mittag.


Und Kaffeebild am nachmittag :-).


Noch ein Spagettieis.


Blumen hätte ich gießen müssen. Sie leben aber noch.



Und dann kam der Sommer... Himmel. Auf den hätte ich verzichten können.


Cappucino an Babybauch.


Noch ein Buch. Die Reihe wollte ich noch zu Ende lesen.
HAHA



Auf dem Weg zum Lidl. Babyklamotten shoppen.


Unser Einkauf. Wocheneinkauf.


Da war der Garten mal grün und schön <3.


Der Mann hat angefangen unseren Holzunterstand zu bauen. Er hat das alleine gemacht und somit etwas länger gebraucht. Leider.


Eis halt :-D


Noch mehr Eis.... ABER


auch mal was gesundes.


Shoppen :-D. (Ne, gefunden habe ich nix.)


Ich habe mir einen anderen Kalender gekauft. Am Ende habe ich aber doch wieder einen Moleskin.


Ich war mal wieder beim Zahnarzt :-(. Mein Zahnfleisch hat in der Schwangerschaft doch rumgezickt.


Ab hier fühlte ich mich mit Bauch wohl. Es war ein soooo schöner Bauch geworden.



Hach ja, sooooo viele Kapseln.....

Mittwoch, 27. Juli 2016

2. Trimester 14.SSW- 28. SSW

14.SSW- 28. SSW (Hier sagte meine App: 27.Woche , mein Schwangerschaftsbuch sogar: )
Für mich war das der Zeitraum 14.04.2016 -27.07.2016

So viel ist passiert. So viel hat sich gedreht.

Wenn ich mir die Berichte durchlese kommen mir sofort die Tränen. Wie hat das Mäuschen nur meine Gefühlswelt durcheinander gebracht. Ich fiel in ein Loch, aus dem ich hätte schneller rauskommen können, wenn ich eher drüber geredet hätte. Ich hätte mir von vornherein eine Hebamme besorgen müssen. Naja, hinterher ist man immer schlauer.
Wann wurde es besser?
Anfang des 2. Trimesters (bzw Ende des  1. Trimesters) hatte ich mit einem Ultraschall gerechnet, aber keinen bekommen. Damit ich beruhigter bin hat meine FÄ mir den Herzschlag von MiniToffi gezeigt. Also hören lassen. Das war schön! Ich erzählte das meiner Freundin und sie meinte, dass sie ja bei ihrem Jungen immer Tränen in den Augen hatte. Autsch. Ich nicht. Ich fand es schön, aber ich habe noch nie geweint beim Ultraschall. Selbst bei den Herztönen war ich beruhigt, aber Tränen? Fehlanzeige.
Anfangs, als wir es in der Familie und Firma sagten, war es toll. Ich wurde gefragt, wie es mir ging und man stellte mir die üblichen Fragen:
Wann kommt es? Was wird es? Wie soll es heißen? usw
Ich fand das total schön. Mein Baby wurde realer! Auf die Testergebnisse zu warten, war dann echt hart. Aber da musste ich nun durch. Wer A sagt muss auch B sagen.
Ich begann auch in der 12. SSW eine Hebamme zu suchen. DAS war ja nun doch schwieriger als gedacht. Erstmal erreichen. Das war das größere Problem. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als es endlich klappte! Und sie ist so eine Liebe!
Es fingen parallel Diskussionen innerhalb der Familie an. Warum ich was nicht esse, warum ich nun einen Reboarder möchte, warum ich nicht zunehme (diese Leute hatten einen knick in der Pupille), usw. Mit einem "warum" hätte ich noch leben können, aber die meisten fragten nicht, sie bewerteten gleich.
  • Reboarder? Schwachsinn! Wir sind auch groß geworden ohne. 
  • Rohmilchkäse? Stell dich nicht so an! Kannten wir damals gar nicht. 
Das allerschlimmste war, dass man mich dazu bringen wollte Schwarzwälderkirsch Torte zu essen. Man fuchtelte mir mit der Gabel am Mund rum, ich solle den doch endlich mal öffnen. Als ich das nicht tat, war ich natürlich gleich bockig und stur. Hallo??? Diese Torte war nicht mal mehr beschwippst, die war schon betrunken. Keine Ahnung, warum da so viel drin war, aber ich werde nicht bewusst Alkohol zu mir nehmen. (F.errero hatte mich verarscht. Die haben in F.ioretto Alkohol.)

Meine Gefühle zum Baby änderten sich als ich es das erste Mal spürte und kurze Zeit später auf dem Ultraschall (außerhalb der Reihe und darum bezahlt) sah. Ich weiß, dass viele diese ganzen Untersuchungen für unnötig halten. Mich haben sie meinem Baby näher gebracht. Ich war mehr als Dankbar, dass es diese Leistungen gibt.

Zeitgleich entwickelte sich nun aber körperlicher Schmerz. An 15+6 hatte ich zum ersten Mal taube Beine. Ich nenne es immer taub, aber so richtig stimmt das gar nicht. Anders beschreiben kann ich es nicht. Dazu kam Sodbrennen, Herzrasen, Zahnschmerzen und der Rücken. Nicht der Ischias, sondern der Rücken. Ischias hatte ich auch, aber der tat weh, weil ich watschelte. Ohne Bauch quasi. Muss zum schießen ausgesehen haben. Seitdem ich das nicht mehr mache, habe ich auch keinen Ischias mehr. Aber die Rückenschmerzen waren anders. Wie Verspannung. (Spoiler: 10 Wochen später wurde mir geholfen ;-))

Am 13.05 (17+1) hat sich das Baby dann das erste Mal so richtig gemeldet. Also so ohne Zweifel. Ich wußte mit Sicherheit, DAS ist mein Kind. Meine Hoffnung war ja immer, dass ich mich wieder wohl in meinem Körper fühle, wenn ich das Baby erstmal merke. DAS war nicht so. Es wurde schlimmer. Ich hatte das dringende Bedürfnis meinen Körper zu verlassen. Selbst als ich Krämpfe bekam und Magnesium nehmen sollte, wurde es nicht besser.

Wir buchten einen Geburtsvorbereitungskurs (für mich sehr spät ;-/) und guckten uns Kliniken an. Es tat gut, Dinge zu erledigen. Ich fertigte to-do Listen an und erledigte diese dann auch. All das machte mir sehr viel Freude. Auch wenn die Tritte vom Mäuschen mir immer mehr weh taten. Ihr Mamas werdet die Augen verdrehen, ich weiß. Das Baby war noch so klein und konnte noch gar nicht zutreten. Es wurde mir auch immer wieder gesagt, dass es doch schön sei und wie sehr die anderen das genossen haben. Möööp, wieder eine schlechte Mutter. Ich hasste es. Stellt euch mal vor, etwas steht total unter Spannung und jemand tritt, wenn auch nur sanft dagegen. Es waren Schmerzen.
Dazu kam nun Stress auf der Arbeit. Die to-do Liste zu Hause wurde immer länger (auch wenn ich echt froh war, nun eine zu haben), aber auch die auf der Arbeit. Dank Fusselhirn brauchte ich da auch viel länger um etwas zu erledigen. Dinge, die ich normalerweise im Schlaf schaffe wurde zu unüberwindbaren Hürden. Was war nur los mit mir?
All das führte zu einem Nervenzusammenbruch und einer krankschreibung. Aber richtig helfen konnte mir keiner der Ärzte bei denen ich war. MiniToffi geht es gut. Ich bin eine gesunde Schwangere. JA, ABER WARUM FüHLE ich mich nur so? Ok, 3/4 Ärzten meinten schon, ich solle zu Hause bleiben, aber das hilft mir ja nicht. Ich hatte das Gefühl, dass mein Körper nicht schwanger sein mag und wenn man schwanger ist, ist das echt suboptimal.

Aber dann bin ich zu einem Arzt, der mich verstand. Der wußte, was ich habe. Der mir helfen konnte. Er hat mich erstmal aus der Arbeit genommen. Eine Belastung weniger. Oder Faktor. Wie man will. Er hat aber, was viel wichtiger ist, mir einen Osteopathentermin besorgt. 4 Tage später war ich so gut wie beschwerdefrei. Nach der 2. Behandlung war dieses Gefühl endlich weg.

Jetzt am Ende des zweiten Trimesters kann ich sagen: so ist das also, wenn man gerne schwanger ist. Wenn man so gut wie keine Schmerzen hat bzw sich nur mit den üblichen Problemen rumschlägt. Ich gucke ein wenig neidisch auf jede Schwanger, die die gesamte Zeit so erleben darf. Wie gerne hätte ich noch mal die Uhr zurück gedreht und ein paar Wochen genossen, aber wisst ihr was? Das geht leider nicht. Ich werde die Zeit, die ich noch schwanger bin genießen. Ja, ich habe immer noch so typische Sachen wie Verstopfung, Sodbrennen. Ich komme schlecht aus dem Bett und umdrehen ist auch nicht mehr einfach. ABER ich tanze dennoch durch die Wohnung! Ich lache viel und streichle über meinen schönen Bauch. Über mein Baby. Wenn es mal wieder meint mich als Bällebad zu missbrauchen rede ich mit ihm und lache. DAS ist mein Kind. Mein Baby. Ich bin dankbar für diese Erfahrung und ein Mal hatte ich nun sogar schon Tränen bei einem Ultraschall in den Augen.

Ich werde nicht erst Mama, ich bin es bereits und das ist so schön!

7. Monatsbericht MiniToffi (24+0-27+6)

7. Monat


Wie weit bin ich: 27+6
ET: 20/10
Untersuchungen/ Arztbesuche: 12.07. (25+5) 3D und Zuckertest.
Baby wiegt: Papaya 660-1000g
Größe: 34-37cm
Gewichtzunahme: ???
Bauchumfang: 92cm auf 94cm runter auf 92cm wieder auf 94cm //76cm Ausgangsmaß
Gesundheitlich/Wehwehchen: Die erste Woche ging es mir gar nicht gut. Zu viele Baustellen. Zu vieles was ich nicht mehr schaffe und meine FÄ ist momentan keine Hilfe.
Ich weiß es nicht genau, woran es liegt. Aber es ist zu viel. Mein Körper mag nicht schwanger sein und das gibt er mir zu spüren. Ich bin dann in der 3. Woche zu Fuß zum Betriebsarzt. Ich bin geschlichen. Es ist ganz klar, ich kann einfach nicht mehr. Und das sah der Arzt auch so -> BV.
Irgendwie Rücken. Sehr schwer zu beschreiben. Ab dem 11.07 schmerzfrei. Wie ein neues Leben. So toll. Nix. Alles einfach so weg. Der Rest, wie Sodbrennen oder Verstopfung? Ach ich bitte euch. Das ist nach den letzten Wochen ein Klacks Alles sehr gut !
Verstopfung kommt und geht. Ich nehme mal wieder das Mittel aus der Apotheke.
Schlafverhalten: Erste Woche lag ich nachts lange wach. Je näher ich dem Arbeitstag kam, desto unruhiger die Nächte. Ich mache mir einfach einen Kopf. Dann ABER: Nur eine Pause nachts, das ist sooooo toll. Tja und dann kam der Sommer: Es wurde immer heißer, darum habe ich immer schlechter geschlafen.
Ich vermisse: Erste Woche: Ach. Irgendwie alles. Genießen kann ich diesen Zustand leider nicht. Alles was vorher ging. Nach der Krankschreibung: Etwas besser. Ich habe Schmerzen zu Hause. Ich hatte aber auch Schmerzen gestern auf der Arbeit. Aber danach bin ich nach Hause geschlichen.
Bücken vermisse ich auch. Einfach mal so. Da ist mittlerweile kein Bauch mehr im Weg, sondern echt das Baby. Letzte Woche: Momentan nix. Nur atmen können. SO eine scheiß Luft.
Stimmung: Durch dieses Ärzte Wirr Warr sehr verwirrt. Hebamme sagt BV. Hausarzt sagt BV. FÄ sagt Betriebsrat. Aber hallo? Ich habe Schmerzen. Da kann der Betriebsrat auch nichts machen. Nach dem Ostaopathen Termin: Ich tanze quasi gerade durchs Leben. Kreislauf dank des Wetters war etwas mies, aber sonst alles super
Geht gar nicht: Gibts nicht mehr
Must have /Essverhalten/Heißhunger auf: Spagettieis
Haut & Haare: Ich finde das meine Haut scheiße ist, aber mir wurde heute gesagt, sie sei frisch. Nun denn. Aber Spitzen sind ab.„Ich sehe nicht schlecht genug aus für ein Mädchen.“ Die armen Mädchen Mamas. Ich fühl mich scheiße.
Kindsbewegungen: Weniger. Minitoffi weiß, dass es mir nicht gut geht. Die letzte Woche war Rambazamba. Viel konzentrierter. Sehr schön, da nicht mehr schmerzhaft .
Mäuschen und ich haben abgeklatscht. So coool. Aber ich erschrecke mich immer noch.
Bauchform: Erst bin ich in die Breite gegangen und nun nur nach vorne. SEHR komisch
So fühlt sich der Bauch an: Weich und das ist auch gut so.Definitiv nach vorne.
Letzte Woche: Leider etwas härter. autsch. Ziemlich hart und fest. Ich soll 3*300g Magnesium nehmen.
Der beste Moment des Monats: Der war heute, als mich der Arzt krankschrieb. Erleichterung pur.
Der 3D Ultraschall und der Osteopathentermin.Der Besuch bei einer lieben Freundin!
Schreckmoment: Das viele heulen
Mamagefühle/Ich freue mich: Ich tanze und das Mäuschen freut sich. Ich rede nun mit dem Mäuschen. Ab und zu.
Papagefühle: Der hat da eine/n Tanzmaus/bär geschaffen. Watt bin ich froh, wenn das Baby auch ihn mal tritt. Der merkt das Mäuschen immer öfter und ich stecke ihn mit der guten Laune an. Der hat das erste Mal meinen Bauch geküsst.
Errungenschaften: 26. Kindersitz und Tripp Trapp
Erledigt:
Nächster Termin: 01.08.2016

Donnerstag, 14. Juli 2016

Mein Körper mag es nicht schanger zu sein....

"Waaas? Kann doch gar nicht sein. Schwanger sein ist toll!"
"Also SO viele Probleme wie DU hatte ICH nicht.!"
"Schwanger sein ist keine Krankheit!"
"DA musst du halt durch!"
"Man muss nur den Körper akzeptieren!"

..... schrieb ich im April zum ersten Mal. Am 11.07.2016 wurde mir geholfen.

Wie ihr wisst machte mir am Anfang die Übelkeit sehr zu schaffen. Es war so eine Übelkeit, die kannte ich nicht. Wie auch. Ich war ja auch vorher nie schwanger. Sie war auf jeden Fall nicht mit Magen-Darm oder ähnliches zu vergleichen. Und sie geht halt auch nicht weg. Sie ist da. Sie begleitet dich 24h am Tag, 7 Tage die Woche. Dazu kam die Angst wegen der Blutungen. Ich war nicht mehr unbeschwert und ich war vor allem nicht glücklich. Dabei sollte ich das doch sein. Es sollte die glücklichste Zeit sein, war es aber gar nicht. Mir fehlte der Sport, mir fehlte meine gesunde Ernährung. Nein, SO wollte ich das nicht.
Ich meine mich zu erinnern, dass es so ab der 13. Woche mit der Übelkeit besser wurde (07.04.2016). Am 04.05.2016 (15+6) habe ich mir in den Kalender geschrieben, dass mich das alles sehr mitnimmt und es anfängt in meinem Bein zu ziehen. Auch der Ischias meldete sich. Selbst ein Hexenschuss blieb mir nicht ersparrt. Aber HEY, DA muss man halt durch. Meine Frauenärztin sagte mir, das Wärmepflaster ok sind und auf einem Hebammenblog habe ich ein paar Tips gefunden, die mir geholfen haben.
Ich bekam den ollen Ischias in den Griff und saß auf der Arbeit auch auf so einem Sitzkissen, was wie so ein Ball ist. Also so ähnlich. Schlecht sah ich wohl dennoch aus. Sagte man mir aber erst später.

Was nicht weg ging war dieses "ich bin dafür nicht geschaffen" Gefühl.

Anfangs hatte ich Glück im Unglück mit den vielen Feiertagen im Mai. Ich hatte immer wieder längere Pausen. Gerade die Büroarbeit machte mir arg zu schaffen, ohne dass ich es merkte. Im Juni wurde der Stress deutlich mehr. Ich wurde mehr gefordert. Das worauf ich lange wartet, trat nun ein und was soll ich sagen? Ich konnte das nicht mehr wuppen. Es endete in einem Nervenzusammenbruch. Ich mag meinen Job, ich wollte ihn nicht verlieren. Wollte zeigen, was ich kann. Aber ich konnte nicht mehr. Ich lag nachts wach. Machte mir einen Kopf und weinte bitterlich. Dazu diese "Schmerzen". Wenn meine Beine nicht ab und an taub geworden wäre, hätte ich nicht mal Symptome gehabt. Aber auch mit den Worten "meine Beine tun so furchtbar weh" konnte mir keiner helfen. Weder meine Ärztin, noch ein Vertretungsarzt, noch mein Hausarzt konnte damit was anfangen.
Wo kam das her? Wie bekommen wir das in den Griff. Ich wurde krank geschrieben. Sollte zur Ruhe kommen, war aber gesund. Dem Baby geht es ja gut. Der Hausarzt und die Hebamme sahen, wie ich litt. Aber so richtig helfen, konnten sie mir nicht. Nach der Krankschreibung machte ich mich wieder auf dem Weg zur Arbeit. Mir ging es zu Hause nicht gut. Mir ging es auf der Arbeit nicht gut. Also was macht das schon. Außerdem liest man ja auch immer, dass nur weil man Rückenschmerzen hat, nicht einfach zu Hause bleiben soll. Schwanger sein ist keine Krankheit. Ich stellte mich also vermutlich einfach nur an.
Am Ende dieses Arbeitstages schlich ich nach Hause. Mein Rücken war ein einziger Krampf. Nein so ging das nicht mehr weiter. Der Mann hatte recht.
Ich ging zum Betriebsarzt (während ich das schreibe habe ich Tränen in den Augen). Ich schlich die Treppen rauf. Er sah mich. "Nein, sie müssen nicht leiden. Wir bekommen das in den Griff!" Ich bekam ein Beschäftigungsverbot und eine Überweisung an einen Osteopathen. Ich wußte noch nicht, dass er meine Rettung war. Mein Held.

4 Tage später war ich schmerzfrei. 7 Tage später war ich ein neuer Mensch.

"Sie hatten niemals einen Bauch, oder?" Nein hatte ich nicht. Ich war schon immer schlank. Ich habe mal mehr gewogen, mal weniger. Aber nie hatte ich einen Bauch und so einen schon mal gar nicht. Ich hatte Wehwechen, aber die habe ich durch Sport so gut in den Griff bekommen, dass ich nicht daran dachte, dass mein Körper generelle Probleme hätte. Hatte er aber. Durch eine OP am Steiß als Baby und eine entzündete Narbe und erneute OP mit 18 hat er sich verkrampft. Unschwanger und mit Sport nicht zu bemerken. Schwanger und ohne Sport eine Qual. Und heute? Nach zwei Sitzungen? Ich tanze durchs Leben. Mit meinem Bauch. Mein Körper gehört wieder mir. Ich teile ihn mir mit dem Mäuschen, aber ich bin wieder ich. Also das neue ICH. Die Mami. Ich bin glücklich. So richtig.

Natürlich bekam ich vorher schon die Tips zu Physio zu gehen bzw zum Osteopathan. Aber erstmal hatte ich Osteophat und Orthopäde verwechselt und mit zweitem hatte ich schlechte Erfahrung gemacht, und zum anderen, behandelt auch nicht jeder Schwangere. Diese Praxis ist darauf spezialisiert.

Mein Wort zum Sonntag lautet also:
Bitte verurteilt eine Schwangere nicht, wenn sie sagt, sie ist nicht gerne schwanger. Vielleicht hat sie einfach nur einen Körper, der Signale sendet, die erst gedeutet werden müssen. Nicht alles hat mit Akzeptanz des neuen Körpers zu tun und nicht immer muss man dadurch.

Dienstag, 12. Juli 2016

Vorsorgeuntersuchung mit 3D Ultraschall und Zuckertest 25+5

Mein Mäuschen,
also was hatte die Mama gesagt? NICHT in die Plazenta kuscheln. Kleiner Sturkopf du. Zusätzlich hattest du Hände UND Füße vorm Gesicht. Dir ist schon klar, dass dir die 50€ vom Taschengeld abgezogen werden, oder? Aber heute hast du Mama zum ersten Mal vor Rührung zum weinen gebracht. Jaja, die Mutti ist jetzt nicht so nah am Wasser gebaut, wenn sie dich sieht oder hört. Was aber ganz und gar nicht bedeutet, dass ich dich nicht lieb hab. Es hat mich nur nicht so mitgenommen, wie ich das so oft bei anderen Mamas lese. Aber heute hattest du mich soweit. Es liegt daran, dass du schon so ein Sturkopf bist. Ultraschall? Pöh, ich kuschel mich in die hinterste Ecke des Bauches - Ätsch, Bätsch. Der Papa war ganz fasziniert wie gelenkig du bist. Der kam aus dem Staunen auch nicht mehr hinaus. Mausi wir lieben dich einfach!
Deine Mama

P.S.: Der Zuckertest war eine Zuckerlösung, die nicht schlimm schmeckte. Vor dem Ergebnis graut mir dennoch.