Donnerstag, 10. März 2016

Warum ich meine Frauenärtzin total mag....

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ich bin von der ängstlichen Sorte. "Geht alles gut?", "Ist das Ziehen schlimm?", "Oh, was ist das denn? Muss das so sein?"

Gleich nach dem positiven Test (dem letzten, nicht dem Ersten ;-)) bekam ich Einnistungsblutungen. Ich las darüber. Es ist nicht schlimm. Aber wenn dann das Blut da ist, dann macht man sich Sorgen. ICH mache mir Sorgen.
Drei Tage nach dem ersten Blut hatte ich meinen Arzttermin (5+0). Sie streichelte meine Hand und meinte, dass es dem Mäuschen gut geht. Es ist alles angelegt. Eine Fruchthöhle, keine Eileiterschwangerschaft. Es sieht wirklich alles super aus. Diese Zuversicht war klasse. Sie nahm mir jegliche Angst.
An 5+6 kam richtiges Blut. Viel Blut. Meine Ärztin war nicht da. So musste ich an 6+0 zu einer Vertretungsärztin. Mein alter FA war mal dort in der Praxis und den liebte ich über alles. Leider ging er in Rente. Die Helferinnen sind aber alle noch da und waren sehr fürsorglich. Brachten mir Wasser und setzen mich in einen Nebenraum in dem ich die Schwangeren nicht sehen musste.
Die Ärztin selbst war sehr ruppig. Sie schimpfte auf meine Ärztin, da diese mir die Resus Faktor Spritze nicht gab. Ich fühlte mich schlecht, weil ich meiner Ärztin meinen Blutspendeausweis gar nicht zeigte. Sie fragte im Gegensatz zu dieser Ärztin auch nicht danach.
Dann wurde geschallt. Autsch. "Tja, ich finde keinen Herzschlag!" Sie schallte und schallte und berut sich und schallte wieder. Dann sollte ich mich anziehen. Sie meinte: "Machen sie sich nichts draus, nach einer Fehlgeburt wird man sehr schnell wieder schwanger. Dann klappt das bestimmt!" Ich holte die Resus Faktor Spritze welche mir noch verabreicht wurde. Ich meinem Kopf kreiste nur: "Aber ich habe das Baby doch gesehen, es war noch da." (Fruchthöhle mit Anlagen)
Bis 6+6 musste ich warten, dann war meine Ärztin wieder da. Sie schaute mich nach meinem Bericht an und meinte: "Jetzt gucken wir erstmal nach dem Mäuschen.!" und siehe da, Herzschlag. Und was für einer. Sie sagte nichts über die andere Ärztin. Sie meinte nur, ich solle lieber zu xy gehen, wenn sie mal wieder nicht da ist. Sie streichelte meinen Arm und redet mit einer so zuversichtlichen Stimme, dass ich einfach nur Mut gewinnen konnte. Sie hat mir wieder die Angst genommen. So gut das eben ging, denn ab dem ersten Blut bin ich einfach noch ängstlicher, dass etwas passiert.
Alle folgenden Termine hat sie nach Plan gemacht. Sie hat mir nicht das Gefühl gegeben, dass sie mich nun als Risikopatientin sieht. Oder dass ich besondere Angst haben muss. Sie passt auf das Mäuschen auf. Das tut sie immer noch. Bis heute....

....allerdings bin ich ein anderes Thema. Dazu komme ich später noch mal.

Kommentare:

  1. du weisst nicht wie sehr ich dir nachfühlen kann!!! ich war bis zur 12. woche nur auf nadeln, danach nach wie vor alle zwei bis drei wo zur (sicherheits-)kontrolle - bis meine ärztin mir ihr persönliches taschen-ultraschallgerät mitgab, damit wir jeden (!!!) abend die herztöne hören konnten. ein kleines müh besser wurde es erst, als ich ihn täglich spürte...
    liebes, gut mut und alles erdenklich liebe und gute für dich/euch!!!
    ich drücke dich...


    ps: leider sind sooo viele ärzte mitgefühl-technisch furchtbare nieten...

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