Samstag, 28. Juni 2014

Wedding – Der Ablauf


Als erstes ein paar Worte zum Transport. Eigentlich wollte ich, dass mein Vater mich abholt. Der wollte nicht, warum auch immer. Er wollte auch keinen Anzug anziehen, weil er meinte, dass meine Hochzeit Zeit wäre, seinen Standpunkt zum Dresscode auszudrücken. Warum auch immer. Ich habe es nicht verstanden. Wenn ich die Fotos sehe, ärgere ich mich immer noch ein wenig, dass er meinem Wunsch nicht gefolgt ist. Aber ändern kann ich es auch nicht mehr. Ich blättre dann immer etwas schneller weiter. (blättre im übertragenen Sinne. Alben werden wohl zur Silberhochzeit erst fertig ;-)) Ich weiß aber auch nicht, warum ich nicht einfach sagte, dass ich mich mit meinem Mann vor der Kapelle treffe. Heut klingt das logisch, damals war ich so enttäuscht, dass ich gar nicht glauben konnte, dass das eine Alternative wäre. Fragt nicht. Die Zeit letztes Jahr kurz vor der Hochzeit war eh nicht einfach. Vielleicht hat das Marcumar meine Sinne vernebelt. 

Naja, auf jeden Fall hat mich so mein Schwager abgeholt. Er war auch der einzige, der ein Auto hatte, in das ich reinpasste. Oder vielmehr mein Kleid. Es war genau die richtige Wahl. Soviel Ruhe wie dieser Mann ausstrahlte. Perfekt für ein hyperventilierendes Nervenbündel wie mich. Mein Vater wartete dann, wenigstens nicht in Turnschuhen, vor der Kapelle auf mich

Mit dem Einsetzen von Monica Mancinis Stimme zu Moon River gingen wir rein. Meine Trauzeugin war schon drin. Alle standen auf und mein Mann wartete vor dem Altar. Das war wiederum sehr schön. Aber wie gesagt, diesen tollen „Moment“ hätte wir genauso gut vor der Kapelle haben können. Schwamm drüber.

Als ich mir noch den Kopf darüber zerbrach, wie wir das mit dem Kuchen machen wollten (ich hätte gerne so eine schöne Deko gehabt, wie sie der Gefühlsfreak zu der Taufe der kleinen A gehabt hat. Aber leider konnte ich das der Verwandtschaft nicht so nahe legen. Und irgendwann gestand ich mir ein, dass ich das auch nicht selbst machen konnte. Ich werde also diese „Ideen“ später nochmal mal umsetzen. Wer weiß, vllt zu einer Taufe.), habe ich mich im gesamten Internet auf der Suche nach Zeitplänen gemacht, nach denen ich mich hätte richtigen können. Natürlich haben das wenige veröffentlich. Hier ist also unserer:



Leider muss ich sagen, wohne ich auf dem Dorf. Ach was, in Sachen Häuserkauf zum Glück. In Sachen Frisieren, Make-up und Torte eher leider. Ich habe niemanden gefunden, der mich zu Hause schminken und Frisieren wollte.

Eine Woche vor der Hochzeit ist dann auch noch meine Frisöse abgesprungen. Ob ich hier einen Post drüber schreibe, weiß ich noch nicht. Das war das schlimmste an der ganzen Hochzeit. Etwas mit dem ich nicht gerechnet hätte und mich somit kalt erwischt hat (nein, wir sind uns nicht böse und ich gehe immer noch zu ihr ;-))

Auf jeden Fall kann ich so sagen, dass ich etwas im Stress war am Morgen.

Und natürlich verzögerte sich der Ablauf, weil Freunde was vortrugen. Wir tanzten erst um 22:30 und Kuchen gab es erst um 24:00. Den Brautstrauß habe ich dann auch noch geworfen. Das ist ja immer was. Bin ich denn die Einzige, die diese Teile gerne fängt? Äh fing!

Es war am Ende ein perfekter Ablauf an dem Tag. Dank des Fotoshootings hatten mein Mann und ich auch Zeit für uns. Das kommt meist an dem Tag etwas zu kurz. Es war meine Traumhochzeit. Ich kann es nur immer wieder sagen. Der Mann hat meinen Traum erfüllt und gelitten hat er auch nicht. ;-)

Kommentare:

  1. Was haben denn eure Gäste zwischen 16 Uhr und 17:30 gemacht?

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    1. Oh die hatten Kaffee und Kuchen, aber leider nicht so wie ich das gerne gehabt hätte. Aber gefallen hatte es ihnen dennoch ;-)

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