Dienstag, 17. Juni 2014

Wedding – DAS KLEID


Mein Kleid <3. ENDLICH – oder?

Ich hatte hier schon berichtet, wie es war, als ich es gefunden habe.Pronovias!

Ich kann sagen, dass ich meine Traumhochzeit hatte. Ich konnte alle meine Wünsche im Rahmen unseres Budgets erfüllen. Ich habe unglaublich viel selbst gemacht und mein Umfeld damit genervt, weil ich immer wieder neue tolle Ideen hatte. Am Ende hatte ich ja das Gefühl, dass niemand bemerken würde, wie ich versucht habe alles stimmig zu gestalten. Aber das war weit gefehlt. Ich habe so viel positives Feedback bekommen, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat. Gerade den Kollegen ist aufgefallen, wie stimmig doch alles war. Es ist sogar aufgefallen, dass sich die Farben, das Papier und das Logo überall durchzogen.
Eine ganz liebe Freundin hat mich abends bei Seite genommen, und mir gesagt, dass es eine wunderschöne Hochzeit war. Auch die Feier wäre total klasse gewesen. Der Mann hat übrigens seinen Senf dazu beigetragen. Nicht das einige denken, er wurde von mir zu diesem Tag gezwungen. Wenn ihm wirklich was nicht passte, hat er das deutlich gesagt. Ansonsten mich machen lassen.

Was verrückt war, ich konnte die Nacht davor sehr gut schlafen. Ich hatte Horror Szenarien von mir im Kopf, als müder Braut, deren Kopf nachts um 12 auf den Tisch aufschlägt. Aber nein. Ich schlief durch und ich schlief auch gut. Der Tag startete sehr ruhig mit einem selbstgemachten Cappu.

Mein Mann brachte mich dann zu meiner Lieblings Visagistin und holte auf dem Weg die Blumen ab. Hatte ich erwähnt, dass die glatt nur einen Strauß fertig hatten? Auf die anderen musste er warten. Gott sei Dank stand ich da nicht. Die hätten ja was erlebt. Ich saß also auf dem Stuhl und ließ mir mein Gesicht modellieren. Künstliche Wimpern hatte ich schon 2 Tage eher bekommen. Die gute Frau hatte die Ruhe weg. Erzählte mir von anderen Bräuten, ihrer Hochzeit und ihren Kindern.

Ich vergaß glatt die Zeit. Erst als meine Freundin in der Tür stand, merkte ich, dass hier wohl was schief lief. Wir waren 15 Minuten zu spät. Naja, ich aß mein Brötchen. Die beste Trauzeugin ever hatte nämlich dran gedacht, dass ich noch nichts gegessen hatte, und wir fuhren los. Ein wenig zu spät trafen wir beim Frisör ein. Plan A war ja, dass ich zu Hause frisiert werden sollte und ich kann sagen, wer die Möglichkeit hat, bitte machen. Es ist ruhiger.

Spannend war es bei mir alleine ja schon deswegen, weil ich meine Frisur nicht kannte. Wir hatten kein Probestecken. Vielleicht gut. Vielleicht schlecht. Wer weiß. Was mit total faszinierte, waren die 1000 Haarnadeln auf dem Kopf. Ich hatte schon oft Hochsteck Frisuren, aber so viele noch nie. Einige schubberten auch auf meinem Rücken. Der war am nächsten Tag ein wenig rot. Also nicht Rücken, sondern Nacken. So lang waren meine Haare dann doch nicht. Die Gute war nach 2h auch fertig und ich fand mich toll. Heute hätte ich eine Kleinigkeit anders gemacht, aber in dem Moment, dachte ich einfach nur "wow". Den Schleier hatte sie perfekt eingearbeitet. Die Haare sahen nach so vielen Haaren aus. Unglaublich.

Ich hatte nun schon den zweiten Cappu weg und meinen Liter Wasser getrunken und so ging es wieder ab nach Hause. Dort sollte ich angezogen werden und um 13:00 sollte die Photographin kommen. Kaum waren wir da, klingelte es auch schon an der Tür. Braut in Panik. War es etwa schon so spät? Nein! die Photographin nur zu früh. Das war der Moment in dem die Hände angefangen haben zu Zittern. Die hörten gar nicht mehr auf. In diesem Zustand sollte ich nun der Freundin ihr Kleid einfädeln. Natürlich hatte SIE sich eins zum Schnüren ausgesucht. Die Braut trug einen schnöden Reisverschluss. hihi. Am Ende musste die Photographin ran. Ich konnte die Finger nicht still halten.

Als dann der Schwager zum Abholen kam, musste ich natürlich nochmal auf die Toilette. Ich war erst 5 mal. Aber in dem Moment war der Drang sehr stark. Ich also MIT dem Kleid aufs Tö. Das geht. Ich weiß nicht wie, aber in dem Moment ging es. Es kam aber nichts. Aufregung ist doch was feines.

Auf dem Weg zur Kapelle fiel mir ein, dass das Medaillon noch nicht am Strauß war und schickte die Freundin wieder zurück. Mein Handy hatte sie in der Tasche. Der Schwager also wild wedelnd auf der Straße gestanden und sie zum Anhalten bewegt. Sehr lustig. Naja, Zeit hatten wir genug. Als wir ankamen, waren noch nicht alle drin und ich wartete im Auto.

Mein Vater wartete vor der Kapelle. Ich zuppelte mein Dekolletee zurecht, raffte mein Kleid, schickte die Trauzeugin die Stufen runter, klammerte mich an meinem Vater fest und....
[Teil 2 kommt ;-)]











Kommentare:

  1. Wow! Ein wirklich schönes Kleid!
    Wenn ich diese schönen weißen Hochzeitskleider sehe, finde ich es immer ein wenig schade, dass wir nicht weiß geheiratet haben. Naja, vielleicht holen wir es noch mal nach...

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    1. danke :-). so ein tag ist was besonderes und ich mache das auch an dem kleid fest. es gibt ja noch tuffigere. für mich war das zwar nichts, aber in denen fühlt man sich nochmal mehr als braut. vllt liegt es daran, dass ich auch gelegenheiten habe andere abendkleider zu tragen. für mich war so ein kleid noch mal eine spur mehr und hat damit einen stinknormalen tag, zu etwas besonderem gemacht.
      ich kann aber auch sagen, dass unsere kleine standesamtliche hochzeit die größere veränderung war. ich weiß nicht warum, aber danach war er halt mein mann. ich bin dankbar, beides auf diese weise erleben zu können. war nicht selbstverständlich. (bin ich heute doch ganz schön sentimental... huch)

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  2. Oh wow! Es steht Dir einfach unendlich gut und sieht total nach deinem Kleid aus!

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    1. danke dir! das hört man wirklich gerne :-)

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  3. WUNDERSCHÖN!!! Sowohl das Kleid als auch die Frau darin! :P
    Hammer! Echt!
    Darf man fragen wie da der Preis war (damit ich weiß das ich es mir nicht leisten könnte) ?

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  4. danke, danke :-).

    ich antworte dir auf deinem blog. hier mag ich den preis nicht schreiben ;-)

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