Mittwoch, 20. November 2013

Warum ich noch keine Hochzeitsbilder gepostet habe.

Auf Twitter habe ich es bereits geschrieben. Vielleicht auch hinter dem ein oder anderen Instagram Bild, aber das erreicht ja dann auch nicht jeden.
Darum schreibe ich jetzt hier nieder, was alles so in letzter Zeit passiert ist.

Gleich nach der Hochzeit wollte ich von Hochzeit nichts mehr wissen.
Nach 2 Wochen habe ich dann endlich alle Gäste angeschrieben, sie mögen mir bitte ihre Fotos zukommen lassen.
Nach 4 Wochen kamen die Fotos der Fotografin. Die haben wir zumindest schon mal angeschaut. Ausgesucht? Fehlanzeige. Es fehlte die Zeit und auch die Muse dies zu tun.
Dann waren wir eine Woche in den Flitterwochen. Und seit drei Wochen bin ich dran, Fotos auszusuchen und zu bearbeiten. Nicht die von der Fotografin, aber die von unseren Gästen.
Mir wurde gesagt, man braucht Fotos doch nicht bearbeiten. Doch! Denn ich will hier keine überbelichteten, verwackelten Fotos zeigen.
Außerdem werde ich hier keine Fotos von Gästen zeigen können und auch ich zeige mein Gesicht ja nicht. Ich muss die Fotos, die ich hochladen will bearbeiten.

Das wäre die Kurzform gewesen. Aber das was in letzter Zeit so passiert ist, will einfach raus. In mir steigt eine Wut hoch und ich hoffe es wird besser, wenn ich diese loswerde.
Fangen wir damit an, dass 2013 ein beschissenes Jahr ist.

Ich hatte Ärger auf der Arbeit, der hat sich Gott sei dank geklärt :-D. Trotzdem zog sich das Ganze bis in den September.
Ich habe jede Erkältung mitgemacht, über die auch nur gesprochen wurde. Und die hat mich dann auch gleich richtig außer gefecht gesetzt.
Als ich endlich wieder angefangen habe zu joggen um was für die Fitness, aber auch die Abwehrkräfte zu tun, bekam ich eine Thrombose im Hals. Ja danke auch.
Dann vertrug ich das Marcumar nicht. Wieder KZH. Oder es war was anderes. Ich weiß es nicht. Es ging jedenfalls sehr schnell wieder weg.
Kurz vor der Hochzeit hatte ich dann wieder eine Rippe die sich verschoben hat und in meine Lunge stach. Ok, das hört sich dramatisch an. War es aber nicht. Ich konnte mich nur nicht richtig bewegen.
Ich hatte eine manuelle Therapie und nach 8 Sitzungen ist alles wieder gut und ich könnte auch endlich wieder mit Sport anfangen.
Sport ging nach der Thrombose nicht, weil ich ständig Kopfweh von dem Blutstau im Kopf hatte. Auch wird erstmal davon abgeraten.
Aber jetzt bin ICH körperlich wieder fit. Und schwups kommt was anderes.

Mein Mann studiert. Ja ich wußte, es bleibt viel an mir kleben. Und ja, ich sage "kein Problem Schatz, ich schaffe das schon!". Würde ich nie wieder sagen. Denn ich gehe auf dem Zahnfleisch. Die Hochzeit war anstrengend. Der Haushalt ist anstrengend. Und neuerdings auch wieder die Arbeit. Belastungsgrenze erreicht. Studium geht bis Juni. Uff
Ich bin gereizt und genervt.

Meine Oma lag gleich nach der Hochzeit für mehrere Wochen im Krankenhaus, weil sie was mit dem Magen hatte. Details erspare ich mir mal. Ich liebe meine Oma (wenn das einer
anzweifelt, den muss ich leider hauen), aber dennoch war es anstrengend. Dann war sie endlich aus dem Krankenhaus raus nur um 2 Wochen später eine Lungenembolie zu bekommen. Ich war in Panik, aber ihr ging es sehr schnell wieder gut. Sie nimmt jetzt Macumar wie ich auch.
Und jetzt kommt das, was mich richtig aus der Bahn geworfen hat. Meine restliche Familie (also väterlicherseits, sie ist die Mutter meines Vaters) besucht sie gar nicht, oder kaum. Gestern Abend endete es so, dass mein Onkel (Ihr Sohn) und meine Tante meiner Oma sagten, dass sie nach dem Tod meines Opas vor 3 Jahren damit gerechnet haben, dass sie bald ins Heim kommt und sie endlich ihre Wohnung beziehen können. Sie hat Wohnrecht, mein Onkel selbst lebt in einer kleinen Wohnung seit 20 Jahren mit im Haus und hat dieses überschrieben bekommen. Meine Oma ist fit. Sie hat es mit dem Rücken aber ansonsten ist sie fit. Sie muss jetzt Stützstrümpfe tragen und diese müssen von einem Pflegedienst angezogen werden. DAS nahm meine Tante gleich zum Anlass meine Oma als Pflegefall in ein Heim verlagern zu wollen. Ach ja, sie wollen das Haus, in dem ich übrigens aufgewachsen bin, schnellstmöglich verkaufen. Dafür muss Oma also raus.
Es geht nicht nur darum, was sie sagten, sondern auch wie. Die Zimmergenossin beschieb es so: Ich habe sowas noch nie erlebt. Wie kann der eigene Sohn in so einem Ton und mit soviel Hass in den Augen mit seiner Mutter sprechen. Und dann auch noch, wenn jemand komplett fremdes answesend ist. 
Er muss wohl arg geschrieen haben. Meine Tante muss wohl eine richtige Zicke gewesen sein, denn so nennt sie sie seit gestern.

Meine Familienverhältnisse sind nicht einfach und schon gar nicht herzlich. Bis auf meine Oma natürlich. Sie ist ein herzensguter Mensch, der Familie am wichtigsten ist. Und beide Söhne interessieren sich 0 für sie. Das bricht mir das Herz. JA sie hat mich. Aber sie wohnt mit denen in einem Haus. Mein Vater wohnt noch im gleichen Ort. Kümmert sich wie gesagt aber nicht um sie. Bzw steht nicht zu ihr. Meine Mutter.... ok, ich kann gar nicht alles aufschreiben. Ich könnte unser Familie als Studie an Psychologie Studenten verkaufen (sowas gibt es nicht, aber wenn, würden die sich bestimmt die Zähne ausbeißen).

Ich finde einfach kein passendes Ende für diesen Beitrag.
Danke fürs zuhören.
Ich gehe mir die Tränen aus dem Gesicht wischen, denn alles wird wieder gut.
Meine beste Freundin ist nämlich nicht nur für mich, sondern auch für meine Oma da.
Und ich habe den besten Mann der Welt. Der immer Zeit hat mich in den Arm zu nehmen.
Es wird eine Lösung geben. Ganz bestimmt.

So jetzt höre ich aber auf. Ich werde sonst noch total theatralisch und ruiniere noch meinen Ruf ;-).

Kommentare:

  1. Ach Süße, das tut mir alles so Leid! Das ist echt schlimm und ich dich absolut verstehen. In der Familie meines Mannes gibt es ähnliche Probleme. Da ich damit auch nicht mehr zurecht kam und auch nix ändern konnte, habe ich mir nicht anders zu helfen gewusst, als diese Sache einfach komplett auszublenden. Das ging aber ja auch nur, weil ich keinen besonderen Bezug zu D's Oma hab.
    Ich weiß gar nicht, was ich sagen kann, um dich zu trösten. Mir fällt bei sowas immer nur Folgendes ein:
    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!
    Sowas muss man sich immer sagen. Und dann Kopf hoch und weiter gehts! :-**

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  2. Ich drück Dich gaaaanz feste! Die passenden Worte zu so einem Verhalten kann und will ich hier nicht schreiben! :***

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  3. Der Satz mit den Familien Verhältnissen finde ich "gut" kommt mir leider sehr bekannt vor.Da kannst Du meine Familie gleich mit verkaufen. Da fehlen einem die Worte.

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  4. Oh Gott, jetzt hab ich voll das schlechte Gewissen. TUT MIR LEID!
    Lass dir alle Zeit der Welt und vielleicht lässt du dieses Jahr auch einfach rumgehen und damit ist das dann vorbei- weißte wie ich meine? Neues Jahr, neuer Anfang, neue Puste. Das ist so schön, wenn man so eine tolle Freundin hat!
    Drück dich!

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  5. ich wünsche dir wirklich von herzen, dass alles wieder gut wird! deine oma kann stolz auf dich sein - was sie bestimmt sowieso ist ;) xo j. von Stereo|typically Me

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