Donnerstag, 9. Februar 2017

Mutterstolz

Man weiß nicht, was es ist, bevor man es empfindet.

Mein Baby hebt ihren Kopf in Bauchlage. Ich bin so stolz auf sie. Es ist ein Entwicklungsschritt, bei dem mir gesagt wurde, dass sie das aber schon können müßte. Von der Familie. Ich, die verunsicherte Erstlingsmama. Ich machte mir Sorgen. Vielleicht war es auch schlimm für mich, weil ich sonst diese Unsicherheit nicht spürte. Ja, wenn sie weint, dann bin ich schon verzweifelt. Ich mag es nicht, wenn sie weint. Besonders, wenn ich sie nicht einfach trösten kann. Natürlich kommen Gedanken wie, "sie mag mich einfach nicht.".
Und dann konnte sie es. Einfach so. Ach mein Baby, du lerst mich viel über das Leben. Ich vertraue dir. Du bringst mir Geduld bei. Du läßt sie einfach reden und machst das so, wie du es kannst.

Mein Kind, eins kannst du dir für immer Gewiss sein. Du bist das tollste, größte, süßeste Menschlein für mich. Ich Liebe dich so sehr!

Sonntag, 22. Januar 2017

Brief an mein Mäuschen (4 Monate)

Mein Mäuschen,

Du bist nun 4 Monate alt. 4 Monate. Ich muss es nochmal sagen. VIER MONATE. Himmel, warum vergeht die Zeit denn bitte so schnell? Du bist so ein kleiner toller Mensch. Vor 2 Wochen am 06.01.17 hast du in Bauchlage das Köpfchen gehoben. Einfach so. Auf einmal konnest du das. Ich bin so unglaublich stolz auf dich. Einfach weil du bist, wie du bist. Einfach weil du mir zeigt, dass du DEIN Tempo hast. Das du kleiner Mensch perfekt bist, so wie du bist. Du hasst nämlich die Bauchlage und irgendwann habe ich es aufgegeben das Köpfchenheben mit die zu trainieren. Und genau so war es dann auch. Einfach so konntest du es. Ich habe dich einfach morgens einmal auf den Bauch gelegt. Meist auf dem Wickeltisch, denn da hast du einfach die beste Laune.
Das liegt unter anderem an Mr. Bär. Mr. Bär ist halt ein Bär, der als Weihnachtsdeko dienen sollte. Ich wollte einfach dein Zimmer ein wenig schmücken. Denn auch wenn wir da sehr wenig Zeit drin verbringen, es ist und bleibt mein Lieblingsraum. Also baumelte seit November ein kleiner Bär an einer Schnur über deinem Wickeltisch. Jeden Morgen machst du ihm schöne Augen. Du flirtest mit dem kleinen Kerl ganz schön doll. Es ist als ob ihr euch jeden Morgen wieder neu kennenlernt. Die kurzen Wickelstopps tagsüber nutzt du, um zu schauen, ob er noch da ist. aber abends.... jaha abends, da geht es rund. Da berichtest du von deinem Tag. Lautstark. Manchmal denke ich, du hast einen anderen Tag erlebt als ich ;-).
Apropos Windeln. Seit dem 07.01 trägt dein kleiner Pöppes nun Größe 3. Bestellt hatten wir 180 Stück Simply Dry und dann noch 82 BabyDream als Geschenk. Ich bin gespannt, ob wir dann schon in Größe 4 wechseln. Die ganz kleinen haben gefühlt sehr lange gepasst. Auch Größe 50 hast du (für mich empfunden) sehr lange getragen. 6 Wochen. Dann bis Weihnachten Größe 56. Natürlich ist das immer vom Hersteller abhängig. Ach was rede ich, nicht mal das. Momentan trägst du noch Bodys in 56 von H&M. Das eine war ein Doppelpack. Ein rosaner und einer mit Herzen. Der rosane passt noch super, der andere ist zu klein. Ebenso dein Home Coming Outfit. Es passt immer noch. Der Body passt perfekt, die Hose sitzt halt eng, aber nicht einschneidend. Haha, von Wegen "das passt wenn überhaupt nur 1 Mal". Wenn es wärmer wäre, hättest du es noch sehr oft getragen. So haben wir es nur für die Entwicklungsfotos genutzt. Jetzt habe ich es allerdings aussortiert. Ich hoffe, dass 62 etwas länger passt. wir haben so viele Sachen in dieser Größe bekommen, dass ich die gerne noch etwas länger nutzen möchte. Natürlich bekommen wir auch nur rosa Sachen. Du bist ja auch ein Mädchen. (Ich finde das schade.)
Apropos rosa/blau. Es ist egal, was du anhast, ich werde IMMER gefragt, ob du ein Junge oder Mädchen bist. Ich weiß, viele Eltern mögen diese Frage nicht. Trägt das Baby rosa, so ist es 100%ig ein Mädchen. Ich finde es toll, dass das nicht in jedem Kopf so verankert ist. Überhaupt finde ich es nicht schlimm, wenn man in den Kinderwagen guckt. Einige fragen sogar vorher. Eigentlich sogar die meisten. Alle sagen dann, wie süß du doch bist. Ehrlich? Da geht mein Mutterherz auf. Was ich nicht mag ist wenn du angefasst wirst. Das passiert aber eigentlich nur wenn du im Tuch schläfst von der Familie. Ich könnte da regelmäßig durch drehen. Dieses anfassen im Gesicht mag ich sowieso nicht. Erklären kann ich dir das aber nicht. Es ist einfach so.

Generell bin ich ja eh eine Glucke. Aber bei deiner Tante warst du schon 2 Mal für 4h. Es wird also mit mir. Aber der Tante vertraue ich auch blind. Sie sagt ja auch nicht sowas wie: "Babys müssen auch mal schreien um die Stimme zu trainieren."

Ok, anderes Thema. Seit genau heute greifst du bewusst mit beiden Händen, wenn man die etwas hinhält. Wenn du unter dem Spielbogen liegst, hast du schon länger versucht, den Rossmann Würfel anzupeilen, aber nie wirklich bewusst erwischt. Mittlerweile klappt das richtig gut.

Genau mit 14 Wochen wurdest du anhänglich. Du hast erst nur auf mir geschlafen, wenn wir auf dem Sofa gesessen haben. Dann ging das Tuch ganz gut. Dann ging gar nichts. Das war am Freitag. Ich bin fast durchgedreht. Alles war doof. Auch auf Mama. Es brach mir das Herz. Aber weißt du, was passiert ist? Es kam ein Zahn durchgebrochen. 2 Wochen hat der gebraucht. Dann war er da.

So und nun muss ich unterbrechen. Du willst, dass ich in deiner Nähe sitze ;-).



Weiter geht´s:

Mittlerweile weiß ich, dass der Zahn kein Zahn ist, sondern eine Zyste. Dir sind also doch "nur" die Zähne in den Kiefer geschossen. NUR. Naja, das bescherte uns 2 doofe Nächte. Aber was will man sich beschweren? Du hattest bis jetzt in Summe 7 schlimme Nächte. Mit schlimm meine ich, dass du nachts wach warst. Also so richtig. Getragen, bespaßt werden wolltest. Meist so 1-1 1/2h. Dann hast du weiter geschlafen.

Schlafen... Ja, meist trau ich mich nicht darüber zu reden. Aber ich will es ja auch festhalten. Du gehst seit diesem Monat so ca. um 18:30 ins Bett, denn du bist einfach müde. Es bringt auch nichts dich wach zu halten. Länger schläfst du davon doch nicht. Wo du noch bis zu deinem dritten Lebensmonat morgens gerne mal bis neun geschlafen hast, so bist du nun meist mit dem Papa um 6:00 wach. Du bist ein Morgenpuper geworden. Das dauert auch schon mal etwas länger. Ich mache mich dann meist fertig und so um 07:00; 07:30 geht es auf den Wickeltisch. Natürlich frage ich dich IMMER noch im Bett wie deine Nacht war und du erzählst es mir auch meist fleißig. Erzählst du nix, weiß ich der Tag wird doof. Läuft es gut und du strahlst mich an geht mein Herz auf. Ach meine Mausi, was würde ich nur ohne dich machen. Ich könnte mich jeden Morgen beömmeln, wenn ich dich aus dem Bett trage. Du sitzt auf meinem Arm wie Graf Koks auf der Gardinenstange. Der eine Arme umklammert mich, der andere zeigt mir die Richtung, in die du getragen werden möchtest. Ich bin ganz gespannt, was du wohl für Charaktereigenschaften haben wirst. Bis jetzt merke ich nur, dass du tagsüber viel Nähe brauchst. Du schläfst nur im Tuch oder auf meinem Arm. Abends allerdings schläfst du viel besser ein, wenn wir nach der Flasche rausgehen. Nein, du weinst nicht und du schreist auch nicht. Du schläfst dann einfach irgendwann ein. Momentan hast du aus einem Stopp nachts wieder zwei gemacht. Naja eigentlich drei, aber beim dritten ist der Papa immer aufgestanden. Nun ist es so, dass du vor 24 Uhr noch was möchtest und dann so um 3Uhr. Ab 6 Uhr bist du einfach wach. Nicht hungrig. Das bist du erst wieder so um 9 Uhr. Also so verlassen kann man sich auf die Zeiten nun nicht, aber so in etwa.

Du bist ein kleiner Sonnenschein. Du strahlst jeden an und bis so ein fröhlicher kleiner Mensch. Ich freue mich sehr auf das Leben mit dir <3

Samstag, 31. Dezember 2016

Das war mein Dezember 2016


Verbundenheit, Wahrheit und Versprechen, waren meine Wörter für 2017. (Verbundenheit, Sparsam, Kind waren die Wörter für 2016. Treffender ging es nicht. <3)


Ich trinke zu wenig und schleppe nun meine kleinen Wasserflaschen überall hin.


MiniToffis HomeComingOutfit passt immer noch :-D.


Dieses Jahr gab es noch mal einen Adventskalender für einen Erwachsenen - dem Mann. Ab 2017 nur noch für die Kleine. Das ist nämlich ein ganz schöner Aufwand. Puh.


Kaffee halt. Auch im Dezember ganz hoch um Kurs :-D.


Die Kleine trägt den Strampler vom Patenjungen. Hach, da geht mein Herz auf. 4 Jahre ist es her, dass er ihn anhatte.... .


Familie Toffi hat einen Ausflug zum Weihnachtsmarkt gemacht.


Pulverschnee gab es auch.



Unser Baby fand endlich die Nonomo toll.


Schläft aber auch gerne auf Mamas Schoß.


Wir haben uns eine neue "Kaffeemaschine" gegönnt.


Und auf meinem Augenmake-up entferner steht nun Mizellen Blablabla... . Inhaltsstoffe sind dieselben. Tja nun. Zum Glück wußte ich den Preis nicht mehr.


Den Papa einkaufen geschickt und MiniToffi und ich sind im Kreis gefahren.


Das erste Mal Chu..., vergessen wie sie heißen. Ging so.


Das Baby geht nun alleine ins Bett. Bis jetzt blieb immer einer bei ihr liegen. Wir testeten dann mal das Rausgehen und was soll ich sagen, sie schläft. Somit haben der Mann und ich nach 3 Monaten wieder Paarzeit.


Dafür wird sie leider zu einer Frühaufsteherin. ByeBye meine Stunde morgens für mich.


:-D


Klamotten aussortieren. Gerade bei so Lieblingsteilen blutet mein Herz.


Die Zeit rast... Leider.


Nachsorge im Krankenhaus. Die sagen, alles super verheilt. Ich sage: "Definitiv nicht!"




Weil das Baby abends nun (die erste Runde) alleine schläft, können wir unser Essen wieder in Ruhe genießen.


Der erste Kaffee bevor es in den Weihnachtstrubel geht.


Kaffeepause, da das Baby auch Hunger hatte.


Und dann kam die Familie zum Kaffee. Ich bin momentan leider für derartigen Stress nicht ausgelegt.


Meine neue Tasse an unserem super schönen Weihnachtsbaum.


Mama kauft Klamotten für ihre Enkeltochter. Das gelbe passt jetzt.... . hmmmmm.


Wir hatten einen doofen Tag. Und meine Kuschelhose ist irgendwie auch zu klein... . Mäh.


Der Geburtstagskuchen war super lecker. Ich muss mich selbst loben. :-D


Mit der neuen Kaffeemaschine kann ich auch endlich umgehen.


Ein kleines Geschenk für den Postboten.





Ich hatte mal wieder Sport angefangen. Aber so richtig.... . Naja, warten wir mal die Rückbildung ab.



Richtig schlechte Nacht gehabt. Die Tasse ist Programm.... .


Dafür gab es heilig Abend dann unseren geliebten Ofenkäse. Hauptsache schnell.


Unser wunderschöner Baum. Ich fand den dieses Jahr so schön.


MiniToffi an Weihnachten rausgeputzt.


Und nach Weihnachten wurde es dann auch mal besinnlich.


... ich kann mich nicht beschweren. Aber dennoch passen die engen Jeans noch nicht.


Im Kino mit der Freundin. Das erste Mal 6h ohne Baby.... .




Dafür haben wir abends ganz lange gekuschelt.


Fürs Baby bestellt :-D.


Ach mein Baby. <3


Freitag, 30. Dezember 2016

Das war mein Jahr 2016



1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Defintiv eine 8!
2. Zugenommen oder abgenommen? 
Also erst ganz viel zu und dann so schnell ab, dass ich gar nicht hinterher kam.
3. Haare länger oder kürzer? 
Länger.
4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger? 
Gleich geblieben.
5. Mehr Kohle oder weniger? 
Noch genauso viel.
6. Besseren Job oder schlechteren? 
Der gleiche, der hoffenltich auf mich wartet.
7. Mehr ausgegeben oder weniger?
In Summe viel weniger. Sagt viel über mich aus ... *hust*
8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was? 
Nope, aber auch nicht gepielt.
9. Mehr bewegt oder weniger? 
Viel weniger. Ich hoffe, ich kann bald anfangen zu laufen.
10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr? 
Keine. Ich war echt nicht krank. Wehe Murphy! Einen Tag schaffe ich noch.
11. Davon war für Dich die Schlimmste? 

12. Der hirnrissigste Plan? 
Schwanger einen Wanderurlaub zu machen.
13. Die gefährlichste Unternehmung? 
Ich glaube, mein Leben ist gerade ungefährlich.
14. Die teuerste Anschaffung? 
Ich beziehe das jetzt nur auf mich. Das ist ein paar Schuhe, welches hier noch steht.
Ansonsten haben wir ein Baby bekommen. Da brauchten wir schon alleine ein neues Auto.
15. Das leckerste Essen? 
Ein Mettbröttchen.
16. Das beeindruckendste Buch? 
Ich habe schwanger noch viel gelesen... aber beeindruckend? Eher nicht.

17. Der ergreifendste Film?
Ich überlege.... .
18. Die beste CD? 
Keine CD gekauft. Aber Sarah Connor höre ich gerade sehr häufig.
19. Das schönste Konzert?
Silbermond
20. Die meiste Zeit verbracht mit? 
Mit dem Bauchbewohner.
21. Die schönste Zeit verbracht mit? 
Mit dem Bauchbewohner.
22. Zum ersten Mal getan? 
Ein Baby bekommen.
23. Nach langer Zeit wieder getan? 
Sport. Tschakka
24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? 
Diese Rückenschmerzen.
25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? 
-
26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? 
Einen Adventskalender!
27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? 
Ein neues Ladekabel für mein Handy.
28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? 
Es ist ein Mädchen!
29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? 
Ich bin schwanger!
30. Dein Wort des Jahres?
MiniToffi
31. Dein Unwort des Jahres? 
Verwöhnen
32. 2016 war in einem Wort? 
Atemberaubend
33. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres? 
Frau 0.2, Blumenpost, DailyPia
34. Dein größter Wunsch fürs kommende Jahr? 
Gesundheit
35. Vorsätze fürs neue Jahr 
Daran sitze ich noch....
36. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen vom vorigen Jahr!

2016



Ich habe das Gefühl, man erwartet von mir, dass es das schönste Jahr meines Lebens war. Ist ein wenig viel verlangt von einem ganzen Jahr. 365 Tage und jeder einzelne sollte total schön gewesen sein?

Ich beichte euch mal was. Nicht mal die Geburt meiner Tochter war der schönste Tag meines Lebens. Der schönste Tag meines bisherigen Lebens war der 06. Oktober 2015. Wir sind durch San Francisco gelaufen und kamen auf einen Platz, auf dem Musik gemacht wurde. In dem Moment geschah es, mir liefen die Tränen über die Wangen. Ich erkannte, dass ich mit jeder Faser meines Körpers glücklich war. Unbeschwert. Ich war so dankbar diesen Urlaub erlebt zu haben. Jeder Tag war ein Abenteuer. Jeder Tag lehrte mich mehr über mich. Was ich kann, was ich will.
Dieses Gefühl habe ich mir bewahrt. Nicht immer präsent, aber abrufbar.

2016 war geprägt von einem kleinen Menschen, der mich nun für den Rest meines Lebens begleiten wird. Der mich viel lehrte, aber auch viele Tränen kostet.

Im Januar wurde ich schwanger. Manchmal fühle ich mich schuldig. Ich hatte nie lange darauf warten müssen. Ich wurde quasi gleich schwanger. Ich weiß nicht wie es ist, auf ein Baby zu warten. Ich bin auch keine Frau, die immer wusste, dass sie unbedingt Mutter werden wollte. MiniToffi wusste das und machte sich lieber sofort auf den Weg.

Im Februar machte ich einen Test, der mir bestätigte, was ich schon wusste. Für einen kurzen Augenblick war ich so glücklich. So voller Freude. Leider kam diese Übelkeit über mich. Eine furchtbare Übelkeit. Ich sagte mir sehr oft, dass es hätte schlimmer kommen können. Aber mal ehrlich, das kann es immer.

Im März kamen auch noch Blutungen dazu. Übelkeit, Blutungen. Ich wollte nicht mehr schwanger sein. Es war schlimm.

Im April haben wir die Nachricht bekommen, dass das Baby gesund ist. Die Übelkeit ließ nach und auch die Blutungen. Dafür hatte ich mit den körperlichen Veränderungen zu tun. Ich wollte, meinen Körper behalten. Auch wenn man es vorher weiß, es ist dennoch was anderes, wenn es passiert. Ich nahm furchtbar schnell viel zu. Durch die Übelkeit habe ich keinen Sport mehr gemacht und habe mich sehr, sehr schlecht ernährt. (Das war auch schlimm. Ich wollte meinem Baby was Gutes tun und bekam nix Gesundes runter)

Im Mai hatten wir sehr viele Feiertage, was mich die Arbeitstage überstehen lies. Mein Rücken machte schlapp. Sport? Ja ne.

Im Juni war dann Schicht im Schacht. Ich konnte nicht mehr. Ich konnte die Schwangerschaft nicht genießen. Mein Körper wollte nicht schwanger sein. Mein Baby ließ mich nicht zur Ruhe kommen. Kleine Rödelqueen. Ich war fertig.

Im Juli bekam ich ein BV und ich fand jemanden, der mir endlich helfen konnte. Mein Becken öffnete sich nicht. Es war, als ob man sich einen Medizinball in einen zu kleinen Kasten quetschen will. Dann kam der Osteopath. Ab da wurde es schön. Der Juli war mein Schwangerschaftsmonat. Zumindest hätte er es werden können. Aber erinnert ihr euch? Es war furchtbar heiß. Ich konnte nicht mehr. Ich bekam keine Luft. Ich wusste nicht, wohin mit mir.

Im August wurde es erst wieder besser. Ich machte wunderschöne Fotos von mir und meinem Bauch. Den Bauch fand ich auf einmal so schön, dass ich ihn gerne präsentierte. Auch wenn ich immer das Gefühl hatte, er war riesig. Naja, ich näherte mich dem Zustand der Endschwangeren. Alles wurde sehr schwerfällig. Dazu der innere Drang, das Haus staubfrei zu bekommen. Aber alles in allem war der August sehr schön.

Der September macht mich nun nachdenklich. Ich wollte ein Septemberbaby. Erster Versuch also im Dezember. Ich war so davon überzeugt, dass es gleich klappt... . Naja, es klappte nicht. Aber damals war ich überzeugt, dass ich ein September Baby bekomme, welches am Geburtstag meiner Oma zur Welt kommt. Als das nun nicht klappte und der ET im Oktober lag, wusste ich dennoch: MEIN Baby kommt früher. Ich dachte an den 10.10. Das ist der Hochzeitstag meiner Großeltern. Aber im Laufe der Zeit schoss ich mich aber auf den 13.10 ein. Als dann am 21.09 meine Blase platze musste ich nach dem ersten Schock lachen. Mein Baby kommt also am 22.09 zur Welt. Teilt sich den Geburtstag mit der Uroma.
29h Geburt, 13h Wehen. Ich war fix und alle und war sehr dankbar, dass der Arzt mir bei der Geburt half. MiniToffi ist also mit der Zange auf die Welt gekommen. Sie hatte die Nabelschnur fest umwickelt und war ein Sternengucker. Ich habe es nicht geschafft, sie ... ähm alleine rauszudrücken. Das ist etwas, was ich nicht schlimm finde. Nein, die Geburt ist nicht der schönste Tag in meinem Leben, aber er ist der Tag, an dem ich über mich selbst gewachsen bin. ICH hatte eine natürliche Geburt (wer jetzt kleinlich wird behält es bitte für sich). Ich wollte einen Kaiserschnitt, weil ich so furchtbare Angst vor den Wehen hatte. Ich muss schon wieder schmunzeln. Die Wehen waren nicht schmerzhaft. Also bis auf die Letzten. Aber ansonsten waren die Wehen nicht schmerzhaft. Sie haben all meine Konzentration und Kraft gekostet. Sie kamen wie Wellen. Ich habe mich von ihnen treiben lassen. Eine PDA hatte ich nicht, aber Schmerzmittel. Dadurch, dass die Wehen angekurbelt werden mussten, erwischten mich die ersten „richtigen“ Wehen sehr stark. Nach der Geburt war ich wieder ich. Ich war wehleidig und fand es ganz schlimm, so verletzt zu sein.

Der Oktober stand voll unter der Überschrift „Wochenbett“. Wenn ich hierzu was schreibe, mache ich das mal in einem eigenen Post. Der Monat stand aber auch unter dem „mir fehlen 4 Wochen“ Stern. Ich habe so sehr damit zu kämpfen. Immer noch! Ich bin auf jede Schwangere sehr neidisch, die diese Wochen erleben darf. Bis heute fehlen sie mir und ich ertappe mich sehr oft, wie ich zu mir sagte, dass ich sie zurück will.

Der November steht für schnelle Veränderungen. Im November hatte sie plötzlich eine andere Kleidergröße, war wacher, lachte und selbst der MiniPöppes wuchs. Ich war traurig. Ich wollte sie nicht so schnell wachsen sehen. Hach ja, fiesen Hormone.

Der Dezember ... Ich dachte, ich könnte die Weihnachtszeit genießen. Ich bin schließlich zu Hause. Nix konnte ich. Die Zeit raste. Ich war mit Geschenken wie immer zu spät und dazu kam die Einfallslosigkeit.

Joa und nun sitze ich hier. Jeder wird sich fragen: Und was ist mit dem Baby? Das muss doch alles wieder schön machen!

Das Baby ist das tollste und schönste Baby überhaupt. Sie ist meine Tochter. ICH habe eine Tochter. Diese Tochter schläft gerade an meiner Brust in einem Tuch. Ihr Atem pustet über meine Haut. Ihre kleinen Hände liegen auf meinem Dekolleté. Ihr Lächeln haut mich um. Sie hat dieses Jahr nicht besser und nicht schlechter gemacht.

Sie hat mein Leben verändert. Sie hat mich verändert.

Ich werde nie wieder die Alte und das ist gut so.